Schlimmer geht’s immer, oder wo der Architekt nichts weiß macht er einen Kreis!

Gottlob, das deutsche Baurecht, so könnte man meinen, würde das schlimmste zu verhindern wissen.

Gibt es doch akribisch Firsthöhen- und Ausrichtungen, die Farbe der Dachziegel, Geschosshöhen, die Dachneigung und vieles mehr, vor.
Nichts wird dem Zufall überlassen, es sei denn, es finden sich baurechtliche Nischen, die dem, nach höchstmöglicher Individualität strebenden Bauherrn, samt dem Architekten seines Vertrauens nur zu gelegen kommen, um ein Manifest moderne Baukunst zu setzen.
Ein kleiner Ausflug ins nächstgelegene Neubaugebiet gleicht leicht dem Besuch im Kuriositätenkabinett.

Ganz vorne auf der Beliebtheitsskala: Der Erker!

Gemeinhin, zusammen mit Sprossenfenstern und Dachgaupen wird er als Urelement des traditionellen, ländlichen  Bauens angepriesen. Wie oft musste man sich dieses Argument nicht schon in der örtlichen Gemeinderatssitzung anhören.
Gar seien diese Bauformen ja schlichtweg traditionell und stünden für das ländliche Bauen per se.
Der Sinn solch eines Erkers will sich einem aber nicht gänzlich erschließen.
Es gibt quasi nur zwei Positionen für die Sitzenden am Rund eines Erkertisches: Entweder „vorne“ oder „hinten“.
Die „vorne“, also am Einstieg Sitzenden immer, auf dem Sprung, die „hinten“ auf Bleib und Verderb mit den anderen Banksitzern zusammengepfercht.
Was die Optik von außen betrifft, beginnt man schnell zu assoziieren: „Erkerpickel“ finde ich übrigens eine stimmige Bezeichnung. Innen, im Herzen des Geschwürs, findet man die bucklige Verwandtschaft, beim sonntäglichen Kaffeekränzchen zusammengepfercht.
Was für ein schönes Bild kleinbürgerlicher Idylle!
Nein danke!

Um auf das eigentliche Argument zurückzukommen: Ländliches Bauen.

Man fragt sich zu Recht an welchem denkmalgeschützten ländlichen Bauwerk denn um Himmels Willen Erker zu finden sind? Allenfalls hatte Annette einen, also Annette von Droste-Hülshoff auf Ihrer Behausung in der Burg zu Meersburg. Da saß sie, mit Blick auf den See und dichtete was das Zeug hielt. Aber das wäre wahrscheinlich auch ohne den Erker gegangen.

Das traditionelle schwäbische Gehöft ist jedoch ein klassisches Langhaus. Stall, Wohnhaus und Scheune, alles unter einem Dach. Nie und nimmer aber war da ein Erker!
Schön zu sehen in den örtlichen Freilichtmuseen, wie zum Beispiel in Wolfegg oder Neuhaus ob Egg. Denn so etwas brauchte weder damals noch heute jemand, von Schönheit mal ganz zu schweigen!
Was man damals aber sehr wohl brauchte, waren Sprossenfenster. Und das aus gutem Grund: Glas war teuer und nicht in beliebiger Größe herstellbar und transportierbar. Man behalf sich mit der Sprosse, wohlwissend, dadurch einen Großteil des Sonnenlichtes auszusperren.

Die Prioritäten liegen heute jedoch anders.

Wer mag schon schlecht belichtete und düstere Wohnräume?
Zumal moderne mehrfachverglaste Fenster eine hohe Dämmqualität haben. Wärmebrückenfreier Einbau natürlich vorausgesetzt. Außerdem sind da noch die solaren Zugewinne. Diese sind, vor allem bei hohem Energiestandart des Gebäudes, wie beim Passiv- oder Niedrigenergiehaus, unbedingt mit einzurechnen.
Die Devise hier: Möglichst große Fensterflächen  gen Süden und kleine Fensterflächen in  Nordrichtung des Gebäudes.

Architektonische Auswüchse aus dem Notstand der Deutschen Baugesetzgebung.

Lieber Gesetzgeber lieber Bausachbearbeiter von Amts wegen, wäre es nicht an der Zeit das Baurecht zu novellieren?
Dort Freiräume zu schaffen, wo jetzt nur bürokratische Engstirnigkeit herrscht? Diese wiederum den Bauherrn geradezu provoziert auch den minimalsten Gestaltungspielraum zu nutzen und das mit äußerst fragwürdigen Ergebnissen.
Und somit architektonischen Individualitätsauswüchsen vorzubeugen und von Beginn an mehr Möglichkeiten schaffen im Gesamten auf die Gebäudegestalt einzuwirken?
So muss man nicht sein Heil in Bullaugen suchen. Kreisrunden Fenstern, die reichlich unmotiviert  im Dachspitz des Giebels positioniert werden. Hat so was von Titanic, man wusste ja wie das endete!
Da wird der Erkerpickel durch ein bis zwei weitere Dachgaubenpickel ergänzt. Natürlich aus dem Notstand heraus Platz im Dachgeschoss, bei nur eineinhalbgeschossige Bauweise, zu schaffen.
An dieser Stelle sei aber entschuldigend erwähnt, diese Untugend hat im allgemeinen nichts mit Gestaltung zu tun, sondern lediglich mit dem Sachzwang das Dachgeschoß noch halbwegs vernünftig bewohnen zu können.
Die Folge: die Zersiedelung der Dachlandschaft durch Dachgauben verschiedener Formen und Größen. Architektonisch auch nicht gerade prickelnd!

Villen im toskanischen Stil sind ebensolch zwanghafte Versuche möglichst individuell zu bauen wie der Blockhausbau.

Hallo?! Wohnen wir denn am Berg?
Die Ergebnisse sind vatal: Neubaugebiete als Ansammlung architektonischer Fragwürdigkeiten.
Man stelle sich den Archäologen  im Jahre 3015 vor, er käme vermutlich in Erklärungsnotstände. Ort des Geschehens. Ausgrabungsgebiet Niederstrunzingen Süd.
Neubaugebiet erster Güte im Jahr 2015.
Wo bitte finden sich hier kausale Zusammenhänge zwischen Blockhausbau und den Wohnformen des 21ten Jahrhunderts? Und vor allem, was waren das für Lebewesen, die in diesen Häusern wohnten?

Fairerweise muss man aber einlenken:

„Erkerpickel“ sind seltener geworden, stammen sie doch eher aus der Mikrowellen- und Weichspülerära, und die, das hat sich mittlerweile auch schon bis in die oberschwäbische Provinz herumgesprochen, geht ja bekanntlich ihrem Ende zu.
Die alternativen Ergebnisse sind zwar mitunter auch nicht ermutigender, denn der Gestaltungsdrang verlegt sich ins Innere des Hauses.

Lesen Sie demnächst mehr über die zehn skurrilsten Innenraumgestaltungen:
„Vom Sauerstoffsarg bis zur Eckbadewanne, das Grauen hat einen Namen: Wohnlandschaft!“

Warum ein Haus nicht atmen kann!

Dem einen oder anderen scheint die Aussage an sich schon verquer. Er sitzt staunend und grübelnd vor derlei Worten. Warum denn atmen? Muss es das denn? Das Haus?
Der neugierige Leser fängt an sich um zu tun, sich des Themas anzunehmen und siehe da, schon findet er die ersten Hinweise: „Keinesfalls ein Haus zu dicht machen!“ heißt es in einschlägigen Foren.
Also doch! Zu dicht heißt nicht mehr atmen können!
Sieht man´s doch bei Müllers zwei Straßen weiter ganz deutlich.  Was war passiert?
Hr. Müller störte sich, und wer mag´s ihm verdenken, zunehmend an den steigenden Heizkosten, die Jahr für Jahr das Haushaltsbudget mehr belasten.
Und so wie viele andere Müller´s und Maier´s hierzulande versucht Herr Müller der Lage durch ein Wärmedämmverbundsystem, also der Dämmung seines Hauses, Herr zu werden. Soweit so gut. Richtig pikant wird es aber erst, als Herr Müller schon nach ein paar Wochen des warmen Wohnens im neu gedämmten Haus die ersten verdächtigen Schimmelstellen entdeckt. Sichtbar sind sie vor allem an den Außenecken des Gebäudes, hinter dem Schlafzimmerschrank und im Sockelbereich der auskragenden Balkonplatte. Spätestens da kommen die ersten bösen Ahnungen auf.
Wir haben unser Haus zu dicht gemacht, es kann nicht mehr atmen. Heizkosten hin oder her!

Lieber Leser, bis hierhin hätte diese Geschichte die Grundlage für eine lebhafte Stammtischdiskussion sein können.  Hier finden sich Spezialisten  rund um Fragen zu Politik, Wirtschaft und Sozialem. Natürlich darf der Stammtischbaufachmann auch nicht fehlen. Hätte Herr Müller ihn doch nur vorher gefragt, er hat das ja  alles schon kommen sehen!
So auch in diesem Fall, Herr Müller ist da selbst schuld. Es weiß doch jedes Kind:
Ein Haus muss atmen können! Macht man es zu dicht, aus die Maus und rein der Schimmel!
Lieber Leser wussten Sie´s etwa nicht?

Zu derlei Schlussfolgerungen kommen die Herren vom Stammtisch unter Umständen recht schnell, es wird nach dem deskriptiven Prinzip verfahren. Der Sachverhalt kann klar beschrieben werden, da für jedermann sichtbar. Der Fehler dabei: Zu glauben die Ursache des Missstandes gefunden zu haben, ihn anhand des konkreten Beispiels belegen zu können und diese Erkentnisse auch noch auf alle weiteren Fälle anwenden zu können.

Möchten Sie vielleicht wissen, dass es zu dieser Geschichte noch ein paar klitzekleine, wenn auch folgenreiche Details gibt, die der allwissende Stammtischfachmann schlichtweg unter den Teppich gekehrt hat?
Böse Zungen mögen ja behaupten es läge daran, dass es sich hierbei gar nicht um Fachleute handle. Dem möchte  ich mich allerdings nicht uneingeschränkt anschließen, denn die Erfahrung lehrt, dass selbst in Fachkreisen, gemeint sind hier handwerkliche Fachkreise, verdrehte und unvollständige Anekdoten dieser Art weitertragen und mit Tunnelblick bewertet werden.
In beiden Fällen liegt es wohl eher daran, nur einen Teilaspekt der ganzen Problematik betrachtet zu haben. In der Wissenschaft nennt man so etwas Modellbildung. Das Modell findet immer dann Anwendung, wenn aufgrund der Faktorenvielfalt zu große Unübersichtlichkeit zu entstehen droht. Also es schwierig wird, bei einer zu großen Anzahl von  Einflussfaktoren herauszufinden, welcher Faktor das Ergebnis wie stark beeinflusst.

Was also tun? Wie bekommen wir die Kuh vom Eis?
Am besten erst mal einen Tee oder ein Bierchen trinken und nachdenken. Wir denken kreuz und quer, rauf und runter und merken alsbald, ohne Vereinfachung läuft die Sache nicht! Wir beschränken und also auf die wichtigsten Faktoren, Kosteneinsparpotential durch geeignete Maßnahmen, also durch Wärmedämmung. Weiß man doch zu gut, je dicker die Socke desto wärmer der Fuß. Hier hebt aber schon der erste Stammtischbaufachmann warnend den Finger, er weist darauf hin: „Auf die Socke kommt es an! Ja nicht zu dicht, sonst gibt’s Schweißfüße und wer will das schon?“

Was bedeutet das nun für das Müller´sche Haus, oder was für unsere Methode der vereinfachenden Modellbildung? Offenbar haben wir nicht alle beeinflussenden Faktoren berücksichtigt. Nur Aspekte wie Kostenersparnis und Wärmedämmung  waren nicht ausreichend.
Ein Modell soll immer einen realistischen Ausschnitt der Wirklichkeit wiedergeben, in diesem Fall war, sozusagen, der Ausschnitt etwas zu eng gewählt.
Hier müssen also weitere Komponenten Berücksichtigung finden.
Welches sind diese Faktoren denn?
Zu den üblichen Verdächtigen zählen natürlich die Wärmebrücken, die es zu eliminieren gilt.
Außerdem benötigt jedes energieoptimierte Haus ein Lüftungskonzept. Gemeint ist eine Lüftungsanlage oder Einzellüfter, die gewährleisten, dass die Luftwechselrate im Haus hoch genug ist, um die feuchte Luft hinaus zu transportieren.
Auch ist auf die geeignete Materialauswahl zu achten, vor allem bei Sanierungen und beim Massivbau, raten wir dringend zum Einsatz von mineralischen Putzen und Farben.
Unter Umständen sogar zu calciumsilikathaltigen, hochsorptiven Innendämmplatten.
Last but not least sorgt ein erfahrener Planer für eine entsprechende Umsetzung des Energiekonzeptes am Bau und kontrolliert die Kosten.

Fazit also:
Ein Haus kann niemals atmen (es „zieht“ höchstens durch alle Ritzen), konnte es auch nie und deswegen kann man es dieser Fähigkeit auch nicht berauben.
Aber ein Haus hat, je nach Dichtigkeit, die Fähigkeit wertvolle Wärme im Haus zu behalten oder bei entsprechender Undichtigkeit die Wärme an die Umwelt abzugeben.
Wird die Dichtigkeit der Gebäudehülle erhöht, was aus ökologischen Gründen durchaus Sinn macht, so muss ein Gesamtkonzept erarbeitet werden.
Die Vermeidung von Schimmel und Feuchteschäden, sowie schlechte Raumluft steht und fällt mit der Integration eines Lüftungskonzeptes.
Dies gilt natürlich nicht nur für zu sanierenden Bestandsimmobilien, sondern für alle Neubauten wie Niedrigenergiehäuser und Passivhäuser.
Kurzum für alle Bauwerke die den Anforderungen der Energieeinsparverordnung  (EneV) entsprechen.
Lesen Sie mehr dazu hier.

Sie mögen mich entschuldigen, Ich muss los. Ich arbeite nebenberuflich Undercover beim hiesigen Stammtisch.

Salz und Brot oder Zuckerbrot und Peitsche? So befrieden Sie die Nachbarschaft in der Bauphase!

Vorbauen kann helfen.
Wer baut kann was erleben! Gut beraten ist der, der nicht nur das potentielle Grundstück, sondern nach Möglichkeit auch die lieben Nachbarn in Augenschein nimmt.
Manch ein schönes Grundstück wurde wieder verkauft, weil sich das Verhältnis mit den zukünftigen Nachbarn schon in der Planungsphase so verschlechtert hatte, dass ein Nebeneinander nicht mehr möglich schien.
Treten Sie daher möglichst frühzeitig mit Ihren Nachbarn in Kontakt.
Hier geht es um eine existentielle Beziehung, die schon in frühem Stadium der Bauphase starken Belastungen ausgesetzt ist.
In dieser Zeit muss man sich arrangieren, Baulärm und Baufahrzeuge erdulden und viele weitere Einschränkungen hinnehmen. Oft mehrere Monate lang.

In vielen Fällen sind Konflikte vorprogrammiert.
Bei schwierigen „Fällen“ sind die „feindlichen“ Handlungen tiefgründig und undurchschaubar:
Handelt es sich um eine Baulücke, die jahrelang unverbaut blieb und den Nachbarn bis dato Aussicht bot und als Hundeclo für  „Fiffi“ zur Verfügung stand?
Wird nun größer und schöner oder irgendwie anders gebaut als man selbst vor Jahren gebaut hat? Ist Neid, Rechthaberei und Missgunst im Spiel?
Ein kundiger Psychologe würde wahrscheinlich urzeitlich angelegte Revierkennzeichnungsmechanismen und Jagdinstinkte dafür verantwortlich machen, dass manch ein lieber Nachbar in archaische Verhaltensmuster verfällt.

Hammerschlag und Leiterrecht
Oft hilft es kontinuierlich Kontakt zu halten und genau über die Baumaßnahme zu informieren. So kann sich jeder darauf einstellen und sollte es, im Zuge der Bauarbeiten zu Beschädigungen des nachbarlichen Anwesens kommen, lässt sich mit ein wenig gutem Willen auf beiden Seiten, ein Kompromiss finden.
Kleine Geschenke um sich für den einen oder anderen Umstand zu entschuldigen, sind meist hochwillkommen. Bitte sehen Sie von Kakteen für den Vorgarten oder „Gute Laune“ Tee nach Möglichkeit ab. Das hat mancherorts schon zu nachhaltigen Irritationen geführt und das nachbarschaftliche Verhältnis über Jahre hinaus belastet!
Sollte all Ihr Zutun vergeben sein sind Sie trotz allem im Recht:
Berufen Sie sich auf die „Hammerschlag- und Leiterrechte“. Zu finden im Nachbarschaftsrechtsgesetz der einzelnen Bundesländer.
Hier ist geregelt, was den Bauherrn und dessen Wegerecht über das nachbarliche Grundstück für Bau- und Reparaturphasen betrifft.
Wir drücken Ihnen die Daumen nicht auf Ihr  Recht pochen zu müssen und statt mit „Zuckerbrot und Peitsche“ mit „Salz und Brot“ zum Einzug beschenkt werden.

Von Hütten und Häusern oder was der Graf von Bismarck wohl dazu sagen würde?

Sie mögen sich wohl fragen, was das eine wohl mit dem anderen zu tun hat?
Ebenso ging es auch der Autorin!
Erlauben Sie, dass ich ein bisschen ausschweife?
Montagmorgen und das Faxgerät spuckt die neueste Nachricht aus!
In der Regel sieht das, was dieses Gerät ans Tageslicht befördert, schon von Haus aus aus, wie der Staubsaugervertrag mit 80 Prozent Kleingedrucktem.
Gern wird dieses Medium auch von Automobilhändlern genutzt, um ihre verstärkte Bereitschaft kundzutun, ausrangierte Firmenfahrzeuge zum unübertroffenen Höchstpreis ab zu kaufen.
Dann vom tschechischen Schraubenhersteller, der den Satz Schraubenschlüssel zum unglaublichen Sonderpreis im Baustellenset, zusammen mit 10 Liter Budweiser im Alufässchen anbietet.
So nicht an diesem Morgen!
Siehe da! Ein Fotograf sucht nach den neuesten und den interessantesten architektonischen Highlights der Saison. Zum Zwecke der fotografischen Dokumentation und anschließender Publikation in Hochglanzbildbänden.
Dabei erfreuen sich Titel wie: „Einfamilienhäuser unter 100.000,00 EUR – mit Stil“ wachsender Beliebtheit. So auch hier: Wird doch klar formuliert, dass vor allem Projekte unter 180.000,00 EUR gesucht sind. Zugegebenermaßen, im Vergleich zur 100.000,00 Euro Grenze ist das ja ein echter Fortschritt. Allerdings scheint es sich schon bis zu den Verfassern einschlägiger Literatur herumgesprochen zu haben, dass das 100.000,00 Euro Limit jetzt nun wirklich unter die Rubrik, „es war einmal und wird nicht mehr“, fällt.

Trotzdem wollte ich das nicht unkommentiert lassen! Wohl wissend, dass Druck Gegendruck erzeugt, schrieb ich dem Verfasser der Faxnachricht eine kurze Mitteilung, die ihn wissen ließ, dass man für eine derartig niedere Summe allenfalls bessere Hütten bekommt. Außerdem war ich noch so vermessen, einen kausalen Zusammenhang zwischen derartigen Publikationen und der Erwartungshaltung potentieller Bauherren bezüglich unerreicht niedrigen Baukosten und sensationellen Einsparpotentialen herzustellen. Ich hatte den Herrn dabei respektvoll mit „Herr Fotograf“ angesprochen.
Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten!
Sie begann mit „Frau Architektin“, was mich sehr freute, war´s doch wie früher: Trug der Herr Gemahl einen Doktortitel, so war die Gemahlin automatisch Frau Doktor! Wie praktisch!
So schnell kann´s gehen mit dem akademischen Aufstieg.
Leider währte die Freude nicht lange, folgten doch sehr harsche Worte.
Die „Frau Architektin“ würde sich da gewaltig irren, man hätte ja schon das Haus des Grafen von Bismarck fotografiert und mitunter unzählige andere Projekte und schöpfe somit aus jahrzehntelanger (wenn nicht jahrhundertelanger!) Erfahrung in diesem Gebiet. Definitiv lägen die interessantesten Objekte unisono unter der 100.000,00 EUR Baukostengrenze!
Schreibt es und haut auf den Tisch! Zumindest las sich das so!

Vorsichtshalber googelte ich „Haus des Grafen von Bismarck“, was leider auch keine erleuchtenden Erkenntnisse bot, inwieweit daraus Rückschlüsse auf das 100.000,00 Euro Argument des Herrn Fotografen zu ziehen seien.

Dann machte ich mir Gedanken über die Definition „interessant“ im Zusammenhang mit „Haus“.
Ich half meiner Fantasie ein bisschen auf die Sprünge, indem ich den einen oder anderen Fotoband mit ähnlichem Inhalt durchblätterte.
Ich kam nicht umhin zuzugeben, dass der Preis „interessanter“ Häuser offensichtlich proportional zu deren Interessantheitsgrad zu sinken scheint.
Unter die Rubrik „interessant“ fielen hauptsächlich Wohnhäuser, die mitten im australischem Outback positioniert, aus lockerer durchlässiger Holzlamellenkonstruktion gefertigt (hier im Schwäbischen nennt man so etwas „Holzschopf“), als schmückendes Beiwerk vor grandioser Landschaftskulisse stehen.
Leichte, sich im Wind wallenden Leinenvorhängen zieren die glaslosen, überdimensionalen Fenster.
Aus ökologischen Gründen bedient man sich Komposttoiletten und das spärliche Regenwasser wird in einer stylish anmutenden Riesenblechtonne auf dem Dach gesammelt
Zu guter Letzt gibt eine umlaufende Terrasse dem Ganzen einen Rahmen.
Dort positionieren sich die Bewohner zur Dämmerstunde, um ja kein vorbeihüpfendes Känguru zu verpassen.
Und ach Wunder, welch Zufall, der Bauherr selbst ist der Architekt des außergewöhnlichen und vor allem unerreicht preisgünstigen Gebäudes! Übrigens Baujahr 1995!
Sehen Sie? So einfach ist es! Wäre ja nahezu sträflich mehr Geld beim Hausbau zu vergeuden!

Bleibt nur festzustellen, dass diese Häuser meist derart interessant sind,
dass ein Großteil der Leser nicht wirklich, und vor allem nicht ein ganzes Leben lang darin wohnen bleiben möchten,
ganz zu schweigen von der Nichtverfügbarkeit von Kängurus und einsamen Outbackdestinationen.
Auch mit den klimatischen Bedingungen hierzulande würde es wohl schwierig werden mit dem australischen Modell gut und billig.

Lieber Herr Fotograf! Wir leben nun einmal in Deutschland, hier und jetzt, wir zahlen Steuern und Baulöhne nach gültigem Recht, Bauleistungen unterliegen der Erfüllung der DIN Normen und beim Bau eines Hauses müssen zumindest die Mindeststandards der Energieeinsparverordnung eingehalten werden.
Häuser für 180.000,00 EUR gab es mit Sicherheit einmal. Vor 10 Jahren vielleicht? Und wenn heute, dann muss man genau wissen, was man alles nicht dafür bekommt. Glauben Sie mir Herr Fotograf, das sind Dinge, auf die die allermeisten Bauherren nie verzichten würden!
Mehr zum Thema Baukosten finden Sie hier.

Die Helden der Baustelle, oder warum man mit Eigenleistung nicht sparen sollte.

Immer die Geschichte mit dem leidigen Geld, wer kennt sie nicht. Vor allem beim Bau eines Hauses ist die Einhaltung des, vom Bauherren vorgegebenen Budgets, das A und O.
Zu verführerisch ist es, dem geneigten Bauherrn erhebliche Kosteneinsparpotentiale durch das Erbringen von Eigenleistung vorzugaukeln.
Stellen wir dazu folgenden hypothetische Rechnung an, wenn wir beim Gewerk Malerarbeiten einsparen möchten, indem wir diese selbst erbringen.
Gehen wir dabei von einem Materialkostenanteil von ca. 60 Prozent und einem Arbeitszeitanteil von ca. 40 Prozent aus.
Wir rechnen mit einer Summe von insgesamt 10.000,00 €. Das hieße also, 4.000,00 € Kosten für Material und 6.000,00 € Lohnkosten. Rechnet man mit einem Handwerkslohn von 50,00 € so würde Herr Malermeister 120 Stunden für die Leistung veranschlagen.
Sind sie nun durchschnittlich handwerklich begabt schaffen Sie diese Arbeit in der eineinhalbfachen Zeit. Also 180 Stunden. Das sind 20 Arbeitstage zu acht Stunden pro Tag!
Das wären zwei Drittel ihres Jahresurlaubs.
Aus budgettechnischen Gründen greifen außer dem Bauherrn, deshalb oft auch sämtliche Anverwandte zum Pinsel!
Den geneigten Leser und vor allem dem Bauherr mögen solche Einsichten resignieren lassen.
Dabei ist Eigenleistung, mit Maß und Ziel durchaus sinnvoll.
Fragen Sie sich einfach folgendes:
Wie gut schätze ich mein handwerkliches Geschick ein?
Wie sieht es mit der Unterstützung der Partnerin oder des Partners aus?
Wie hoch ist mein Einkommen in dieser Zeit? Ist es vielleicht höher als die Einsparung?
Müssen Maschinen ausgeliehen werden?
Bleibt die Gewährleistung für die verbleibende Handwerksleistung von der Eigenleistung unberührt?
Am Ende bleibt in der Regel ein überschaubarer Bereich an Tätigkeiten für den willigen Bauherrn.
Unterm Strich lässt sich zusammenfassen:
Selbst Hand anlegen lohnt durchaus, vor allem für die kleinen Sonderwünsche, die ansonsten das Budget unverhältnismäßig belasten würden. Vielleicht schwärmen Sie für aufwändige Lasurtechnik an den Wänden, für eine Frühstücksterrasse mit Lärcheholzbelag oder für Einbaumöbel vom Schreiner und Sie verantworten die geölten Oberflächen?
Die Möglichkeiten sind durchaus vielfältig. Ein guter Planer unterstützt Sie auch mit Rat und Tat bei der Eigenleistung.
Trauen Sie sich einfach und viel Erfolg dabei!
Lesen Sie mehr zum Thema Baukosten unter: www.sägezahn.com_was kostet ein sägezahnhaus?

Boxenstop in Tuttlingen!

Boxenstop in Tuttlingen!

So mobil kann wohnen sein!
Weitab von herkömmlichen Containerwohnlösung und so kompakt, dass sich die komplette Box im Hauruckverfahren auf den LKW laden lässt und, entsprechende Wegeführung vorausgesetzt, innerhalb weniger Stunden, auf den bauseitig hergestellten Schraubfundamenten, montiert werden kann.
Auf 40 m² Wohnfläche findet man alles was zum angenehmen Wohnen gehört:
Der Raum ist frei nach individuellen Bedürfnissen teilbar in einen Ess- Küchen- und Wohnbereich, einen Schlafbereich und einen Sanitärbereich.
Dazu werden Schienen in die Massivholzdecke eingelassen, an denen Schiebeelemente als Raumteiler aufgehängt werden.
Mag man es transparent und licht, so finden mattierte Glasscheiben Verwendung, liebt man die warme Holzoptik, stellt man die Schiebetüren aus lasierten Dreischichtplatten her.
Alle Innenwände sind mit Birke Multiplexplatten beplankt, die Decke besteht aus sichtbaren Brettstapeldeckenelementen.
Im Sanitärbereich verzichtet man auf die üblichen Fliesen sondern montiert zementgebundene Eternitplatten.
Wichtig auch hier: Der barrierefreie Zugang zur Dusche und das unterfahrbare Waschbecken.
Im Winter spenden fünf Infrarotheizelemente der Marke Vitramo behagliche Wärme. Dass daraus keine kostspielige Angelegenheit wird, dafür sorgen dreifach verglaste Holzfenster in IV 80 Standard und eine wärmebrückenfreie Konstruktion aus 29 mm starken Holzständerwänden mit Zellulosedämmung.
Samtig schimmert der geölte Roteicheparkett der Firma Bembe.
Die Wärme des Holzbodens mag man bald nicht mehr missen, vor allem in der kalten Jahreszeit.
Die Außenmasse von 12,5 m Länge, 3,5 m Breite und 2,50 m Höhe geben dem Bewohner ein lichtes Raumgefühl, die großen Fensterflächen verstärken den Eindruck und die Terrasse lädt dazu ein den Wohnraum im Sommer nach außen zu erweitern.
Bei der Verwendung der Box sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt:

Als Meditations- oder Seminarraum, als Praxisraum oder Atelier, als Ferienhaus so wie im Falle „Bodenseebioferienhof“, zusammen mit einer Schlafbox erweitert zu einen kleinen Ferienhaus, oder so wie im Beispiel Tuttlingen, als Care Box für die Seniorin der Familie.
Ganz so ohne Formalitäten kommt man leider, zumindest in Deutschland, nicht aus.
Eine Baugenehmigung und bauseitige Anschlüsse für Wasser, Abwasser, Strom und Telekomunikation sind natürlich obligatorisch.
Sofern dann noch ein Grundstück verfügbar ist, steht einem weiteren Boxenstop nichts mehr im Wege.

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…und wenn wir alle zusammenziehen?

…und wenn wir alle zusammenziehen?

Diese Frage stellte sich auch Familie König aus Tuttlingen.
Dabei war die Situation nicht ganz so komplex wie im gleichnamigen Film von Stéphane Robelin.
Einzig die Mutter der Bauherrin sollte irgendwann einmal ihr eigenes Domizil
auf dem Gelände des Haupthauses erhalten und zu den Kindern nach Tuttlingen ziehen.
Der Zeitpunkt lag zwar noch in weiter Ferne, etwa soweit wie die Oma zum Zeitpunkt des Haupthausbaus wohnte, nämlich im fernen Spanien, aber man wusste, das die Situation sich auch sehr schnell ändern konnte.

Was war die Lösung?
Eine mobile Wohnbox!
Ein kleines, komplett vorgefertigtes Modulhaus, das quasi, à la carte, nach Bedarf, „serviert“ werden kann.
Schon bei der Überplanung des Grundstücks wurden die nötigen Anschlüsse für die „Care Box“ vorgesehen und gleich mitgenehmigt.
Im Oktober 2012 war es dann soweit und die Nachbarn staunten nicht schlecht
als der Tieflader rückwärts in die Straße bugsiert wurde und kurze Zeit später die Wohnbox angeschwebt kam.
Innerhalb eines Tages war das Modul einzugsbereit, der Küchenbauer montierte die Küche und
Oma ´s Möbel wurden im neuen Raum positioniert, so das drei Bereiche entstanden:
Ein Küchen- und Essbereich, ein Wohnbereich, und ein Schlafbereich mit behindertengerechtem Bad.
Innen klar in der Form und mit warmen Holzmaterialien versehen: In Roteicheparkett derBoden, durchgängig bis ins Bad, naturbelassene Birkeplatten an den Wänden und eine sichtbare Brettstapeldecke zieren die Oberflächen der Box.
Statt Fliesen im Badbereich wurden naturbelassene Eternitplatten verbaut.
Behagliche Wärme liefern Infrarotheizelemente, und das warme Wasser erzeugt ein Durchlauferhitzer.
Der Energiestandart der Box erreicht fast das Passivhausniveau des Haupthauses.
Dreifach verglaste Holzfenster und Zellulosegedämmte Wände bilden eine hochgedämmte Hülle.
Die Einsatzmöglichkeiten der mobilen Box sind zahlreich:
Als Altenteil, Pflegemodul, Atelier, Ferienhaus, Kinderhaus, Seminarhaus, Meditationsraum…
Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Tapetenwechsel inklusive! Ein Umzug samt Haus? Mit der Wohnbox eine reizvolle Möglichkeit.
Wir sind gespannt wohin die Box noch zieht. Vielleicht wieder ins ferne Spanien?

Wohnhaus und Wohnbox König in Tuttlingen

Die Bauherrensprechstunde LIVE! Am 07.03.2015 um 16 Uhr auf der haus bau energie in Tuttlingen.

Hier erhalten Sie Informationen aus erster Hand!
Die Themen der Bauherrenstunde LIVE! in Tuttlingen:
Altersgerechtes Wohnen in der mobilen Carebox und das Wohnen im Passivhaus.
Der Architekt Alexander Ilg und der Bauherr Stefan König beantworten Ihre Fragen.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.
Nähere Informationen zur Messe finden sie hier

Wie findet man den richtigen Bauträger?

Wie findet man den richtigen Bauträger?

Gleich eine der ersten Fragen aus der „Bauherrensprechstunde.live“ in Ravensburg war elementarer Art! Und nicht genug damit! Denn wir  würden das gerne in die Frage
„Wie finde ich den richtigen Baupartner?“ ummünzen, also um einiges weiter vorne im Entscheidungsprozess ansetzen. Denn ein Baupartner kann sowohl ein Architekt oder ein Planungsbüro, ein Fertighausanbieter, ein Zimmermann, ein Bauunternehmer oder eben ein Bauträger sein.

Das allerwichtigste dabei ist, sich darüber klar zu werden, was man selbst will. Folgende Fragen können hilfreich sein:

Möchte man einen einzigen Anbieter als Ansprechpartner?
Haben wir individuelle Wünsche und welche Möglichkeiten bieten die verschiedenen Anbieter an um meine Wünsche zu integrieren und umzusetzen?
Möchten wir Eigenleistung erbringen?
Wie wichtig sind uns Qualitäts- oder externe Kontrollen?
Sollen regionale Handwerksbetriebe miteinbezogen werden?
Wie schnell soll das Vorhaben verwirklicht werden?
Wie hoch schätze ich meinen Informationsbedarf in Sachen Bauen ein?
Welche Leistungstransparenz bieten mir die verschiedenen Varianten?

Sobald Sie sich darüber Klarheit verschafft haben, geht es nun daran, die einzelnen Punkte mit Wertigkeiten zu versehen.

Auf was möchten Sie auf keinen Fall verzichten?
Was ist „nice to have“?
Welche Dinge sind minderrelevant für die Umsetzung und können auch unbeachtet bleiben?

Grundsätzlich sind zwei verschieden Herangehensweisen möglich: Die individuelle Planung und Betreuung durch einen Architekten oder einen Bauingenieur oder den Einkauf einer Gesamtleistung in Form eines Schlüsselfertiganbieters oder Bauträgers. Mischformen sind möglich aber nicht besonders verbreitet.

Wenn Sie zum Beispiel großes Vertrauen in einen Fertighausanbieter oder Bauträger aufbringen können, Sie Wert auf nur einen Ansprechpartner in Sachen Abwicklung und Gewährleistung legen und meinen, die angebotenen Leistungen entsprechen Ihrer Anspruch an Transparenz und Tiefgang, geht die Tendenz in Richtung Schlüsselfertiganbieter.

Die Wahl dahingehend erfolgt oft nicht ganz freiwillig sondern aus dem Sachzwang der Bauplatzknappheit heraus. Denn eines ist sicher: Diese Variante beinhaltet in der Regel die Existenz eines Bauplatzes! Diese Art zu Bauen hat allerdings Ihre Nachteile. In der Regel schlagen sich das Bündeln der Gewährleistung in einem höheren Preis oder – im ungünstigeren Fall – in mangelhafter Qualität nieder. Der Generalunternehmer übernimmt die Gewährleistungen sämtlich durch ihn beauftragten Subunternehmer. Er kauft zum Beispiel die Leistung Sanitärmontage bei seinem Subunternehmer ein und verkauft diese Leistung im Gesamtpacket Haus wieder an den Bauherrn. Sind die Preise, die der Subunternehmer für diese Dienstleistung vergütet korrekt und marktüblich, ist die Qualität der Handwerksleistung in der Regel gut. Schwierig wird es, wenn kein angemessener Preis vom Generaluntermehmer vergütet wird. Hier besteht die Gefahr, dass an der Qualität der Leistung gespart wird. Sie als Bauherr haben aufgrund Ihres Laienstatus wenig Einschätzungsvermögen bezüglich der gelieferten Qualität. Hier würde eine externe Kontrolle Abhilfe schaffen. Diese muss aber separat durch Sie beauftragt werden.

Die erste Wahl, und zwar nicht nur für Individualisten, sondern auch für den preis- und qualitätsbewussten Bauherren ist natürlich das individuelle Planen und Bauen mittels eines erfahrenen Architekten. Dies bietet die höchstmögliche Transparenz in punkto angebotene Handwerksleistung und Energiestandart des Gebäudes. Hier kann Ihren individuellen Wünschen am besten entsprochen werden. Durch differenzierte Ausschreibung der Gewerke ist es möglich, vergleichbare Angebote zu erhalten,
regionale Bieter einzubeziehen, Arbeiten auszuklammern und Eigenleistungseinsparungen zu beziffern. Vorausgesetzt, Sie scheuen es nicht, sich im Detail mit den einzelnen Fragen des Bauens auseinander zu setzen und eine gewisse Zeit in die Beratungsleistungen und die Entscheidungsfindung zu investieren. Oft gibt es Unsicherheit inwieweit der Bauherr in Gefahr läuft sich dann um alles selbst kümmern zu müssen. Dem ist nicht so. Beauftragen Sie einen Planer mit der gesamten Abwicklung, ist er für die Planung, die Kostenermittlung, das Einholen der Angebote, die Kostenüberprüfung, die Koordination in der Bauphase und für die Bauleitung bis hin zur Abnahme der einzelnen Leistungen  verantwortlich. Die Aufgabe eines Planers ist es, Ihnen alle verfügbare Information aufzubereiten, Ihnen Alternativen aufzuzeigen und fachmännische Empfehlungen auszusprechen.

Egal für welche Form des Bauens Sie sich entscheiden, wichtig ist Ihr grundsätzliches Vertrauen in den Partner. Dieses Grundvertrauens sollten Sie sich aber zumindest bestärken lassen. Es ist Ihr gutes Recht, mit ehemaligen Bauherren zu sprechen und eine kostenlose und unverbindliche und vor allem umfangreiche Beratungsleistung von Seiten des Anbieters in Anspruch zu nehmen. Indizien dafür, den richtigen Partner gefunden zu haben, können zum Beispiel sein:

Wie viel Zeit nimmt sich der Anbieter für die Beratung?
Ist er der Ansprechpartner, durch den ich in der Bauphase begleitet werde grundsätzlich sympathisch und vertritt er die gleichen Wertigkeiten?
Wie werde ich als Bauherr wahrgenommen?
Wie wird mit Kritik umgegangen?
Wie funktioniert das Beschwerdemanagement?
Über welchen Erfahrungszeitraum verfügt der Anbieter?
Wie lange behauptet sich die Firma schon am Markt?

Und nun?
Entscheiden Sie nie über den Preis. „Ein Haus“ ist keine standartisierte Leistung. Es besteht kaum eine Vergleichsmöglichkeit zwischen den einzelnen Angeboten.

Vertrauen Sie auf Ihr Bauchgefühl, aber nicht ausschließlich!

…und so planen und bauen wir.

Wer frägt zeigt Interesse an der Sache

Wer frägt zeigt Interesse an der Sache

Wir, die Mitarbeiter der Firma Sägezahn, vorneweg der Passivhausarchitekt und Zimmermeister Alexander Ilg, beantworten hier Ihre Fragen rund um die Themen Bauen und Sanieren. Alexander Ilgs Wissen nährt sich aus zahlreichen Ausbildungen und wird durch ständige Fortbildung lebendig gehalten. Die Reflektion von Bewährtem und die Ergänzung durch Neues, gibt fortlaufend Impulse um zukunftsweisend und nachhaltig zu planen und zu bauen. Über all dem steht ständig die Frage nach der Praxisrelevanz und der Anwendbarkeit der neuesten Erkenntnisse.

Denn bauen ist tun!

Unsere Antworten sind praxisrelevant!